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Ukrainian Catholic University
Summer School
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Handbuch für Lehrkräfte

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Was freiwillige Lehrkräfte in der DSS 2008 beachten sollten

 

  1. Muß man katholisch sein?

 

Die Ukrainische Katholische Universität (UKU) hängt mit der Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Kirche zusammen. Die DSS ist nicht nur eine akademische, sondern auch eine spirituelle Einrichtung. Gedacht ist dies sowohl für die Studierenden (einige sind Priesteramtskandidaten oder angehende Ordensleute) als auch für die Lehrenden. Es soll betont werden, daß der geistliche Aspekt ein lebendiger und integraler Teil d er Deutschen Sommerschule sein wird. Religiöse Berufe oder kirchliche Ausbildungen werden jedoch für die Teilnahme weder bei den Studenten noch bei den Lehrern vorausgesetzt; es wird aber erwartet, daß beide an allen drei täglichen Gebetszeiten teilnehmen. Ebenso wird erwartet, daß die Lehrenden öffentlich keine Meinungen vertreten, die im offenen Widerspruch zur Lehre der katholischen Kirche stehen.

 

  1. Braucht man Lehrerfahrung?

 

Die Studierenden der UKU haben schon Kurse in Deutscher Sprache besucht. Die DSS will den Studierenden durch den Kontakt zu “Muttersprachlern“ einen intensiveren Umgang mit dieser Sprache ermöglichen, wobei die Betonung mehr auf Kommunikation und Interaktion und weniger auf „formalem“ Lehren liegt (deshalb sollen die Lehrenden auch einen beträchtlichen Teil ihrer Freizeit mit den Studierenden verbringen). Dieses Tätigkeitsprofil von freiwilligen Lehrern für die DSS setzt also keine Lehrerfahrung voraus; Erfahrungen vor allem in der kirchlichen Jugendarbeit sind aber von Vorteil. Auch sei man sich bewßt, daß man im Lager eine „Führungsposition“ innehat.

 

  1. Gibt es eine Altersbeschränkung?

 

Freiwillige müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Auf Grund der besonderen Eigenschaften der DSS-Gegebenhieten (Reise ins Ausland, „Führungsrolle“, etc.) bevorzugt die UKU Personen, die mindestens 20 sind und/oder mindestens 2 Jahre studiert haben.

 

  1. Müssen die Lehrenden Ukrainisch können?

 

Während des ganzen Lagers soll grundsätzlich immer und überall Deutsch gesprochen werden. Bei eventuellen Sprachproblemen helfen die Organisatoren und Koordinatoren des Lagers, die mehrsprachig sind.

 

  1. Was beim Unterrichten beachtet werden sollte

 

Die Studierenden werden nach den Ergebnissen von schriftlichen und mündlichen Tests in Gruppen eingeteilt; auf jeden Lehrenden entfallen zwischen 4 und 7 Studierende. Die DSS verfügt über eine eigene Bibliothek, in der Unterrichtsmaterial (Lehr-, Grammatik-, Übungs- und Lesebücher) zu Verfügung stehen. Eigenes Material in jeder Form (auch Videos, etc.) ist herzlich willkommen! Wie aus dem Stundenplan schon hervorgeht, sollen in der ersten Stunde die Tageslesungen der Liturgie erarbeitet werden (Texte stehen zur Verfügung): Unbekannte Wörter werden erklärt, ebenso bietet sich Diskussionsstoff. Die folgenden 2 Unterrichtseinheiten (UE) dienen dem Aneignen von Grammatik und der deutschsprachigen Kommunikation.

Nach dem Mittagessen wechseln die Lehrer ihre Klassen. In der dann folgenden Lesestunde soll der Umgang und das Verstehen von Texten gefördert werden (auch hier bieten sich natürlich wieder Diskussionsstoff sowie reichlich Möglichkeiten, den Wortschatz zu erweitern).

Ab der zweiten Woche müssen die Studierenden auch Wahlfächer belegen; diese finden nach der Lesestunde statt. Jeder Lehrer ist gehalten, selbst mindestens zwei Themen auszuwählen und diese dann (am besten noch zu Hause) vorzubereiten. Diese Themen werden dann jeweils eine ganze Woche behandelt, die Studenten können frei wählen, allerdings ist die Wahl dann verbindlich. In der folgenden Woche kann wieder neu gewählt werden. Den Themen sind hierbei keine Grenzen gesetzt; ein paar Beispiele aus vergangenen Jahren mögen dies illustrieren: Geschichte der EU, Einführung in byzantinische Spiritualität, Mönchtum und Liturgie, Singen von modernen Gesängen, Vergleich der Schulsysteme in der Ukraine, Deutschland und Österreich; ökonomische und juristische Fragen in Bezug auf die EU, Theatergruppe, u.v.m.

Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß der Schwerpunkt nicht so sehr auf „formalem“ Lehren zu liegen braucht, sondern daß Interaktionen, Rollenspielen und Kommunikationsübungen etc. ein breiter Raum gewährt werden kann.

Die Studenten sollen ein „Journal“ führen, das von den Lehrern mindestens 4 mal pro Woche eingesammelt wird; die Lehrer mögen den Studenten Ideen und Themen stellen, um den Umgang der geschriebenen Sprache zu üben. Gelegentlich können auch andere Hausaufgaben gegeben werden.

Ebenso sind die Lehrenden gehalten, regelmäßig kleine Tests zur Leistungserhebung durchzuführen. Am Ende der Schule wird es darüber hinaus noch eine Abschlußprüfung geben, in die nicht nur Sprachkenntnisse, sondern auch das Verhalten (z.B. Pünktlichkeit in der Klasse, im Gottesdienst; Hausaufgaben/ Journal, Fleiß, Hilfsbereitschaft und anderes mehr) einfließen soll. Folgendes Schema soll der abschließenden Beurteilung zugrunde liegen:

 

 

Wertung:

Anwesenheit in der Klasse

20 Punkte

Journal

30 Punkte

Regelmäßige Tests

30 Punkte

Abschlußprüfung

20 Punkte

Zusammen:

100 Punkte

 

Um die “Note”, die im Zeugnis erscheinen wird, zu ermitteln, wird folgende Rechnung angewandt:

(30 + 30 + 30 + 10): 10 = 10 (bestanden ab 6,5).

 

Es sei darauf hingewiesen, daß die Sommerschule als eine Art „Praktikum“ gilt und in Folge dessen zuerst mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ gewertet wird; dennoch wird die Note in die interne Beurteilung mit einbezogen.

 

Zeugnis

Am Ende der Schule werden diejenigen Studenten das Abschlußzeugnis erhalten, die

  • die Anfordeungen der Sommerschule erfüllt haben (d.h. gute Ergebnisse in allen Tests sowie in den „Journals“);
  • in der Gesamtwertung (siehe oben) mindestens 6,5 Punkte erreicht haben;
  • nicht mehr als 10 % des Unterrichts versäumt haben;
  • sich an die allgemeinen Regeln der Sommerschule gehalten haben.

 

•  Tagesablauf

 

(Unter der Woche)

7 : 00

Aufstehen, persönliches Dankgebet für den neuen Tag

7 : 40

8 : 50

Die Göttliche Liturgie (Byzantinische Messe auf Deutsch)

8 : 50

9 : 30

Frühstück

9 : 30

9 : 45

Morgendliche Versammlung

9 : 45

10 : 40

Bibelstudium (Textgrundlage: Predigttext)

10 : 40

10 : 45

Pause

10 : 45

11 : 40

Erste Unterrichtseinheit

11 : 40

11 : 45

Pause

11 : 45

12 : 35

Zweite Unterrichtseinheit

12 : 35

12 : 45

Pause

12 : 45

13 : 00

Sechste Stunde (Mittagsgebet)

13 : 00

14 : 00

Mittagessen

14 : 00

15 : 00

Lesestunde

15 : 00

15: 15

Pause

15: 15

16 : 30

Wahlfächer

16 : 30

18 : 00

Freie Zeit

18 : 00

18 : 45

Vesper (Abendgottesdienst)

18 : 4 5

19 : 30

Abendessen

19 : 45

21 : 30

Abendprogramm oder Geimansames Studium

21 : 30

23 : 00

Freie Zeit oder privates Studium

23 : 00

Nachtruhe

 

(Samstag)

7 : 30

Aufstehen, persönliches Dankgebet für den neuen Tag

8 : 00

9 : 00

Die Göttliche Liturgie (Byzantinische Messe auf Deutsch)

9 : 00

9 : 30

Frühstück

9 : 30

14 : 00

Morgendliche Versammlung, ... (wie Tagesplan "unter der Woche")

14 : 00

18 : 00

Gruppenarbeit oder freie Zeit

18 : 00

19 : 15

Feierliche Auferstehungsvesper

19 : 15

20 : 00

Abendessen

20 : 00

23 : 00

Freie Zeit oder privates Studium

23 : 00

Nachtruhe

 

 

(Sonntag)

8 : 00

Aufstehen, persönliches Dankgebet für den neuen Tag

9 : 00

9 : 30

Frühstück

10 : 00

Die Göttliche Liturgie

13 : 00

Mittagessen

14: 00

18 : 00

Freie Zeit oder privates Studium

18 : 00

19 : 00

Vesper

19 : 00

20 : 00

Abendessen

20 : 00

23 : 00

Freie zeit oder privates Studium

23 : 00

Nachtruhe

 

 

Wie sehen die Abende aus?

 

Das Abendprogramm ist eine Mischung aus Gruppenaktivitäten, geistlichem Programm, Studium und Sport. Auch hier sind Ideen von Seiten der Lehrer gefragt. In den vergangenen Jahren hatten wir zum Beispiel Lagerfeuer, sportliche Wettkämpfe, Tanzen, Talentshow, Sketche.... (Die Wahlfächer können zur Vorbereitung dieses Programms herangezogen werden.) Trotz „entspannter“ Atmosphäre sollte das Erlernen der deutschen Sprache nicht vergessen werden!

 

„Lager“-Bedingungen

 

Die Bedingungen im „Lager“ können mitunter schwierig sein. Es wird erwartet, daß die Teilnehmenden gesund sind (ein Teil der Aktivitäten sowie der Freizeit findet ja im Freien statt). Für Kranken- und Unfallversicherung ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich! Gutes Schuhwerk, Wander- und Freizeitkleidung sind unabdingbar. Ebenso eine „Sonntagskleidung“. Trotz guter Verpflgung sollte man nicht allzu wählerisch beim Essen sein (bitte teilen Sie uns allfällige Lebensmittelbeschränkungen Ihrerseits vorher mit!); serviert wird typisch ukrainische Küche im „Cafeteria-Stil“.

U.U. kann das Wasser nicht 24 h pro Tag verfügbar sein (dies ist auch unbedingt zu beachten, wenn man vor oder nach dem Lager noch einige Tage bei Studierenden verbringen will!). Trinkwasser wird für die Lehrkräfte bereitgestellt (das Leitungswasser sollte besonders in den Städten nicht getrunken werden). E-mail-Zugang ist im Lager nicht vorhanden; einmal pro Woche besteht aber Internetzugang an einem Ort in der Nähe.

Die Lehrenden werden im Lager in 2- bis 3-Bett-Zimmern untergebracht.

 

 

 

 

Ausflugsmöglichkeiten

 

Das russ.-orth. Kloster Hiob von Potschaijev ist nach dem Höhlenkloster in Kiev das älteste Kloster der Ukraine. Eine echte Sehenswürdigkeit! Die wunderschöne ländliche Lage von Pidkamen bietet viele Spazier- und Wanderwege. Ebenso besteht die Möglichkeit, vor und nach dem Lager Städte in der Ukraine zu besichtigen; näheres sollte mit den Lagerleitern besprochen werden.

 

Religion und Spiritualität

 

Der zweite Schwerpunkt der DSS ist wie eingangs bereits erwähnt, spiritueller Art. Das ist nicht nur für die Studenten, sondern auch für die Lehrenden von Bedeutung. Für viele römisch-katholische oder evangelische Lehrer wird die Byzantinische Liturgie eine neue Erfahrung sein. Diese Tradition ist reich und wunderbar und hat allen Christen viel anzubieten.

Der Tag beginnt mit der Göttlichen Liturgie. Die Eucharistie als Gemeinschaft zu feiern, ist nicht nur ein großartiger Beginn für den Tag, sondern sie erinnert jeden von uns daran, zu lieben, zu beten und zu dienen. Vor dem Mittagessen wird ein fünfzehnminütiges Gebet (Sext) gefeiert; vor dem Abendessen finden sich alle zum Vespergebet ein. Die Lehrenden, die aktiv am spirituellen Ablauf teilnehmen, werden die wahrhaftige Gegenwart des Heiligen Geistes erfahren , sie werden ihre Liebe zu Gott erneuern können und fühlen, was es bedeutet, Ihm als Christ zu folgen.

 

Anreise & Visa

 

Es bestehen grundsätzlich verschiedenen Möglichkeiten, nach Lemberg (N.B. auf Ukrainisch „Lviv“, auf russisch „Lvov“!) zu gelangen:

 

  • Direktflüge nach Lemberg gibt es zwei mal pro Woche (Di und Fr) von Frankfurt a. M., täglich von Wien.
  • Flüge nach Kiev gibt es täglich von verschiedenen Flughäfen im deutschsprachigen Raum; weiter geht es dann per Bahn oder mit einem Inlandsflug.
  • Mit der Bahn gibt es täglich eine Nachtzugverbindung von Budapest.
  • Mit dem Bus: Es gibt verschiedene Betriebe, die Fahrten nach Lemberg anbieten.

 

Die Auflistung geschah in der ungefähren Reihenfolge der Fahrkosten. Auf Grund der häufig schwankenden Preise in der Reisebranche ist es uns aber leider nicht möglich, genaue Preise anzugeben. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Reiseveranstalter!!!

 

Visagebühren fallen nach der momentanen Gesetzeslage in der UA für EU-Bürger nicht an. Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an ein ukrainisches Konsulat!

 

Und was kostet das Ganze?

 

Größere Kosten für die Lehrenden entstehen eigentlich nur durch die Anreise. Für den Zeitraum vom 01. 08. bis 23. 07. inklusive (Zeit im Lager sowie Einführungstage für die Lehrkräfte) werden die Kosten von der UKU übernommen.

 

Wo werden die Lehrer vor und nach dem Lager untergebracht?

 

Es besteht die Möglichkeit, vor und nach dem Lager bei Studenten oder UKU-Angestellten einige Zeit in Lemberg und Umgebung zu verbringen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die meisten diese Variante bevorzugen, um einmal „richtiges“ ukrainisches Leben kennzulernen.

 








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